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Es ist seltsam wie sehr wir bemüht sind die ansprüche anderer zu erfüllen. Dabei könnten wir es so einfach haben. Warum müssen wir immer lügen und betrügen.
Dem menschen ist die wahrheit zumutbar.
Machen wir tabula rasa. Reinen tisch. Kein blatt mehr vor den mund.
Was hindert uns daran?
Vielleicht die angst vor der einsamkeit wenn wir einmal zu oft sagen was wir denken? Vielleicht aus angst selbst zur zielscheibe der wahrheiten anderer zu werden?
Wir wollen eben alle nur geliebt werden und das von möglichst vielen menschen.
Aber sind all diese liebesdefizite es wert den mut zur eigenen wahrheit aufzugeben?
Und dann ist da ja auch noch der wille zur macht der uns menschen zur lüge zwingt. Uns dazu zwingt den menschen honig ums maul zu schmieren statt zu sagen was sache ist.
Je älter ich werde desto kompromissloser werde ich.
Was habe ich schon groß zu verlieren. Fans hatte ich nie. Freunde hatte ich immer wenige. Was also verliere ich wenn ich offen und ehrlich an die welt herangehe und sage was ich denke – jederzeit allüberall. Den tod?
Ja in anderen ländern sterben die menschen für die wahrheit. Wir hier sind nicht mal bereit einen funken von ehrlichkeit zu zeigen. Was für eien mutlosigkeit. Was für eine feigheit.
Das leben ist zu kurz um mit falschen posen zeitraubendem small talk oder banalen streitereien unsere kostbare zeit zu vergeuden. Offenheit ehrlichkeit und tabuloses denken ist was wir brauchen wollen wir eine andere bessere gesellschaft als die jetzige hervorbringen. Eine welt die uns nicht die hölle auf erden bereitet.
Wir sollten nicht den anspruch auf unsere wahrheiten aufgeben aus falsch verstandener rücksicht auf die menschen. Denn wenn wir das tun können wir alle hoffnung fahren lassen.
Vielleicht haben wir das aber ja auch schon längst getan.
Gepostet am der 10.09.2009 à 07h00 in Politikjournal