Änderungen

Ich bitte alle meine treuen leserinnen und leser um Verständnis dafür daß mein blog umbenannt werden mußte. Mein premiumaccount lief aus und ich habe es übersehen. Der bisherige name hadesblog.com war nicht mehr verfügbar daher kam es zur Änderung.
Ich danke für euer verständnis.

St. Wolfgangjournal

Montag, 30. november 2009 1 30 /11 /2009 11:03

Es ist eine eigenart der politik daß politiker die in bedrängnis kommen auf den gegner untergriffig losgehen. Der bürgermeister meiner gemeinde hat jetzt mehr als ein jahrzehnt regierungstätigkeit hinter sich. Jetzt ist er zum landtagsabgeordneten aufgestiegen. Da kann einen schon mal der machtrausch befallen. Jeder angriff auf seine politik interprentiert er offensichtlich als majestätsbeleidigung.

 

Mir gegenüber ist er in den letzten tagen mehrmals ausfallend geworden. Da er sich hartnäckig weigert inhaltlich mit mir zu diskutieren versucht er mich persönlich zu diffamieren. Sein neuester versuch: er stellte mich in einem interview als sozialschmarotzenden arbeitslosen der sein lebtag noch nichts gearbeitet hat und auch noch stolz darauf ist.

 

Das interview in dem diese worte fielen finden sich hier:

http://www.im-salzkammergut.tv/videodetail.aspx?VideoID=423

 

Dazu folgendes:

Erstens ist es kein makel arbeitslos zu sein.

Zweitens gibt es keinen grund sich dafür zu schämen.

Drittens bin ich nicht arbeitslos sondern maximal beschäftigungslos.

 

Sozialschmarotzerdebatten hatten wir schon in den achtziger jahren aus denen hannes peinsteiner ja politisch stammt. Dort hat er gelernt was es heißt menschen zu diffamieren. Er unterstellt damit daß ich mich in der sozialen hängematte ausruhe. Ein mann wie er der sich entschieden hat sein unternehmen aufzugeben und fortan eine politische karriere anzustreben und zu 100% von steuergeldern zu leben. Als politischer funktionär lebt er nur von staatlicher unterstützung. Auch lehrer leben von staatlicher unterstützung. Alle beamten leben von staatlicher unterstützung und niemand fragt wie sinnvoll die arbeit ist die sie leisten.

 

Auch ich arbeite jeden tag zehn stunden. Sieben tage die woche. Ich habe aber einen beruf der mir mein auskommen einkommensmäßig nicht sichert. Daraus eine sozialschmarotzer diskussion zu machen ist politisch undredlich und persönlich beleidigend. Hannes peinsteiner wird bald erkennen müssen daß eine solche politik in die politische isolation führen wird und eines tages wird sich vielleicht er auf dem arbeitsamt wiederfinden und dann wird er erkennen wie der arbeitsmarkt im salzkammergut wirklich funktioniert.

von Raimund Bahr - Community: Linke Literatur & Toleranz - veröffentlicht in: St. Wolfgangjournal
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Donnerstag, 12. november 2009 4 12 /11 /2009 12:00

Heute vormittag auf einem zur zwangsversteigerung vorgehsehenen bauernhof. Am montag wenn die versteigerung vorbei ist sitzen zehn leute auf der straße. Davon fünf kleine kinder.

Nicht irgendwo. Sondern hier in st. wolfgang.

Nicht im krisengeschüttelten amerika. Hier in österreich.

Ist es aus eigenem verschulden? Zum teil vielleicht. Spielt das eine rolle. Nein.

 

Wenn sich privatleute und unternehmen am elend von anderen bereichern dann ist das unmoralisch. Ein objekt zu ersteigern weil gewinne zu erwarten sind. Das ist unmoralisch.

 

Und was tut die gemeinde? Nichts.

Was hat die gemeinde in den letzten jahren für diese menschen getan? Nichts.

Wo ist jetzt unser herr bürgermeister der sich immer großspurig für die menschen einsetzen will? Er hat sich verkrochen. Er war nicht da um trost zu spenden.

 

Es gibt in st. wolfgang offensichtlich eine mehrklassen gesellschaft. Von der gemeindepolitischen harmonie von der unser herr bürgermeitsre und landtagsabgeordneter in politischen sitzungen so gerne spricht sind wir lichtjahre entfernt.

Es ist die harmonie der mächtigen. Der reichen.

Dort wo geld ist fließt auch wieder geld hin.

Zu den leistungsträgern. Langsam beginne ich dieses wort zu hassen. Es ist für mich das unwort dieses jahres. Die leistungsträger unserer gesellschaft. Als würden alle anderen nichts leisten.

 

Unser bürgermeister ist ein lobbyist kein meister aller bürger.

 

Damit muß schluß sein. Wir alle sollten ein recht auf hilfestellung in der not haben. Ein bürgermeister darf nicht nach persönlichen feindschaften und freundschaften agieren. Nach alten schulfreundschaften und nach reichtumsinteressen. Langfristig zerstört ein bürgermeister der sich dermaßen verhält den sozialen zusammenhalt einer gemeinde.

 

Für funktionsträger muß unrecht bleiben was unrecht ist und auch als solches benannt werden. Auch wenn er manchmal schwierig und unangenehm ist. Recht ist ein gesellschaftliches gut. Wenn wir das recht opfern und uns den moralischen aasgeiern ausliefern sind wir nicht besser als die auf die wir immer losgehen. Wer sich auf kosten der armen und hilfsbedürftigen in diesem land bereichert hat keine gnade verdient. Wer sich in den dienst dieser menschen stellt hat keine gnade verdient.

Und gott wird diesen bigoten menschen am schluß nicht helfen können. Wer so handelt wie manche unserer gemeindefunktionäre hat bewiesen daß die christliche caritas dem schnöden mamon geopfert wurde.

 

Nirgendwo ist dies deutlicher als in st. wolfgang.

von Raimund Bahr - Community: Linke Literatur & Toleranz - veröffentlicht in: St. Wolfgangjournal
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Mittwoch, 11. november 2009 3 11 /11 /2009 10:40
Ein kleiner beitrag von erwin riess

Abzocke im Salzkammergut
von Raimund Bahr - Community: Schriftsteller - veröffentlicht in: St. Wolfgangjournal
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Donnerstag, 22. oktober 2009 4 22 /10 /2009 09:00

Um das grandiose panorama einer winterlandschaft zu genießen muß ich nicht auf sportgeräte zurückgreifen. Eine schneewanderung per pedes tut es auch. Vor allem nachts wenn alles ruhig ist und nur mehr wenige lichter in den häusern leuchten macht das spuren ziehen besonders viel spaß. Wenn die schneekristalle unter den schuhen knirschend zerbersten. Oder alleine am seeufer entlang zu spazieren. Gut verpackt und warm gehalten.

 

Vor allem einer wie ich der in einem sommertourismusort wohnt weiß die stille des winters zu schätzen. Auch wenn sie einem nach und nach durch den ganzjahrestourismus geraubt wird. Jänner und februar sind die einzigen monate in denen ein rückzug noch möglich ist. Wer im sommer in der flut der menschen zu ersticken droht genießt die stille des winters.

 

Ich habe nicht das bedürfnis mich in die wintermassen zu stürzen. Mich an skiliften hinter deutschen und holländischen gästen einzureihen. Mich als tourist auf skihütten herumzutreiben und die berge unsicher zu machen. Ich wäre nicht besser als die sommerhorden bei uns.

 

In unserer heutigen massentouristischen zeit sehne ich mich nach einsamkeit. Viele sind süchtig geworden nach der massenkultur. Nicht nur die interntegeneration die ganze hallen füllt um miteinander zu spielen. Die menschen sind süchtig nach spielen. Süchtig nach sport. Süchtig nach restaurantbesuchen. Süchtig nach musik. Süchtig nach filmen. Neben all diesen süchten und den kosten die dadurch verursacht werden nimmt sich die drogensucht noch als eines unserer geringsten gesellschaftlichen probleme aus.

 

Und ich nehme mich selbst nicht dabei aus.

Auch ich bin süchtig. Süchtig nach ruhe. Süchtig nach stille. Süchtig nach langsamkeit. Süchtig nach beschaulichkeit. Süchtig nach nächtlichem schneefall. Süchtig nach der ersten spur im schnee. Süchtig nach einkehr. Süchtig nach einem leben und denken das jenseits der massenkultur möglich ist.

von Raimund Bahr - Community: Linke Literatur & Toleranz - veröffentlicht in: St. Wolfgangjournal
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Montag, 28. september 2009 1 28 /09 /2009 09:27

Nun ja jetzt bin ich gemeinderat.

Mein erster tag in einer echten politischen funktion.

Seltsam plötzlich verantwortung zu tragen.

Ich werde dieses Projekt wohl in meiner gewohnten art angehen: frisch, frei, ungezwungen und mit viel guten Ideen.

Zwei habe ich schon.

Die frage wird sein, ob die restlichen politischen funktionäre in der gemeinde auch so frisch, frei und ungewzungen sein werden.

 

Vielleicht aber gibt es tatsächlich einen neuen politischen Willen.

Ich werde es erleben.

von Raimund Bahr - Community: Linke Literatur & Toleranz - veröffentlicht in: St. Wolfgangjournal
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