Änderungen
Ich danke für euer verständnis.
Wir sind alle schon tot, nur wir wissen es noch nicht.
Das ist ein unglaublich dummer spruch.
Er wird gern von allen politischen kräften mißbraucht um die menschen unter druck zu setzen die sich dem von ihnen beherrschten system nicht unterwerfen wollen. Gemeint ist ja nicht: wer nicht arbeitet soll nicht essen. Gemeint ist: wer nicht lohnarbeitet soll nicht essen. Ich kenne nämlich zimelich viel eleute die nicht lohnarbeiten und dennoch essen und sogar sehr gut. Ich kenn aber auch einige leute die lohnarbeiten und kaum noch was zu fressen haben.
Der arbeitsbegriff (zumindest das was wir unter arbeit verstehen) bedeutet ja für jeden etwas anderes. Für den unternehmer bedeutet er etwas zu unternehmen. Für den arbeitslosen arbeit zu finden und den tag zu überleben. Für den dienstleister einen dienst zu leisten. Für den lohnarbeiter lohnend zu arbeiten. Die tätigkeit die jemand verichtet verbirgt sich immer schon in der berufsbezeichnung. Diese berufsbezeichnung ist neutral. Sie sagt nichts über die politischen und ökonomischen verhältnisse aus in denen sie verichtet wird.
Ich bin schriftsteller. Ich stelle schrift her. In den augen vieler arbeite ich nicht. Das hat ökonomisch und politisch zahlreiche konsequenzen für mich.
Erstens: da ich offensichtlich das falsche schreibe kann ich es nur bedingt verkaufen.
Zweitens: da schreiben als kulturtechnik heute vilene menschen als sinnlos erscheint bin ich ein schmarotzer der sich am volksvermögen bereichert.
Drittens: das arbeitsamt versucht mir zwanghaft (auch da sist doppeldeutig gemeint) in lohnarbeit zu bringen. Damit ich mich als mensch und mitglied der gesellschaft lohne.
Viertens: das fordert meinen widerstand da ich ja nicht arbeitslos bin. Ich kann nur mit dem einkommen meiner arbeit mein auskommen nicht sichern.
Fünftens: Der oben zitierte spruch gilt für mich: da ich nicht lohnend arbeite soll ich auch nicht essen.
Diese unsere arbeitsmoral ist nicht nur falsch sondern produziert auch menschen die in für sie ungeeigneten berufen mit wenig engagement arbeiten. Das schadet der produktivität unserer gesellschaft.
Ich würde den spruch einfach verändern: wer lebt sollte zu essen haben. Er oder sie können ja schließlich nichts dafür das sie leben mußten.
Das arbeiten kommt dann ganz von selbst.
Der mensch ist ein tätiges tier.
Der mensch ist programmiert auf arbeit.
Jedoch nicht unbedingt auf lohnarbeit.
Die Frage ist, ob wir in dieser Zeit, die wir verkaufen etwas Sinnvolles tun? Etwas Sinnvolles für uns selbst? Etwas, das uns gefällt und befriedigt? Etwas aus dem wir selbst einen Mehrwert gewinnen können, selbst wenn er nicht materiell ist? Zeit mit Familie ist ein Mehrwert, der nicht bezahlt werden kann. Zeit um mit sich selbst zu sein und sich über Dinge klar zu werden ist auch ein solcher. Zeit, damit wir unsere Umgebung nach unseren Wünschen gestalten können. Zeit für Kultur, um sie zu schaffen oder zu konsumieren (Musik, Literatur, Malerei,...). Zeit für Erholung (Urlaub ist ja nur dazu da, damit wir nachher wieder sehr produktiv arbeiten können!)
Uns ist die Zeit alles, denn nur wir können diese Zeit leben. Und am Ende stellt sich die Frage, ob man sich diese Zeit gut eingeteilt hat, vieles von dem gemacht hat, was man sich vorgenommen hat oder doch zu viel davon verkauft hat.
Eine Frage, die sich jede/r stellen muss.
Eine Frage, die niemand stellen dürfen sollte ist: darf jemand hungern, weil seine oder ihre Zeit "nicht genug" oder "nichts" wert ist.
Niemand sollte das Recht oder die Macht haben, anderer Menschen Zeit als wertlos zu beurteilen.
Unsere Zeit ist nicht wertlos, daher können wir nicht wertlos sein.
jedenfalls ist mir die geschichte einleuchtender als das doktorn darum, was an zeit einer hat und einer nicht. und was ist das für ein seltsamer mensch, der sagen kann, von dann bis dann bin ich direktor, kurze zeit später mache ich kunst und wenn ich dann noch etwas freie zeit habe, lasse ich mich massieren, denn ich bin ein zeitenverwerter, als solcher bin ich ein gehetzter mensch, der die zeit einteilt und zu geld wandelt, der zeit nachjagt, um all die mäuler zu stopfen, die keine fischmäuler sind und auch keinen braten aus dem ärmel zaubern. so sehe ich das und anders nicht
„Und was macht man mit diesen dreiundfünfzig Minuten?“
„Man macht damit, was man will ...“
„Wenn ich dreiundfünfzig Minuten übrig hätte“, sagte der kleine Prinz, „würde ich ganz gemächlich zu einem Brunnen laufen ...“
Schon mal Verkehrsnachrichten gehört: " Stau auf der Tangente, Zeitverlust 1/2 Stunde."
Wo kommt diese verlorene Zeit hin.
Ich werde sie sammeln,und als meine eigene Zeit verwenden.dan habe ich mehr Zeit für die schönen dinge des Lebens.