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Ich danke für euer verständnis.
Wir sind alle schon tot, nur wir wissen es noch nicht.
Es ist eine eigenart der politik daß politiker die in bedrängnis kommen auf den gegner untergriffig losgehen. Der bürgermeister meiner gemeinde hat jetzt mehr als ein jahrzehnt regierungstätigkeit hinter sich. Jetzt ist er zum landtagsabgeordneten aufgestiegen. Da kann einen schon mal der machtrausch befallen. Jeder angriff auf seine politik interprentiert er offensichtlich als majestätsbeleidigung.
Mir gegenüber ist er in den letzten tagen mehrmals ausfallend geworden. Da er sich hartnäckig weigert inhaltlich mit mir zu diskutieren versucht er mich persönlich zu diffamieren. Sein neuester versuch: er stellte mich in einem interview als sozialschmarotzenden arbeitslosen der sein lebtag noch nichts gearbeitet hat und auch noch stolz darauf ist.
Das interview in dem diese worte fielen finden sich hier:
http://www.im-salzkammergut.tv/videodetail.aspx?VideoID=423
Dazu folgendes:
Erstens ist es kein makel arbeitslos zu sein.
Zweitens gibt es keinen grund sich dafür zu schämen.
Drittens bin ich nicht arbeitslos sondern maximal beschäftigungslos.
Sozialschmarotzerdebatten hatten wir schon in den achtziger jahren aus denen hannes peinsteiner ja politisch stammt. Dort hat er gelernt was es heißt menschen zu diffamieren. Er unterstellt damit daß ich mich in der sozialen hängematte ausruhe. Ein mann wie er der sich entschieden hat sein unternehmen aufzugeben und fortan eine politische karriere anzustreben und zu 100% von steuergeldern zu leben. Als politischer funktionär lebt er nur von staatlicher unterstützung. Auch lehrer leben von staatlicher unterstützung. Alle beamten leben von staatlicher unterstützung und niemand fragt wie sinnvoll die arbeit ist die sie leisten.
Auch ich arbeite jeden tag zehn stunden. Sieben tage die woche. Ich habe aber einen beruf der mir mein auskommen einkommensmäßig nicht sichert. Daraus eine sozialschmarotzer diskussion zu machen ist politisch undredlich und persönlich beleidigend. Hannes peinsteiner wird bald erkennen müssen daß eine solche politik in die politische isolation führen wird und eines tages wird sich vielleicht er auf dem arbeitsamt wiederfinden und dann wird er erkennen wie der arbeitsmarkt im salzkammergut wirklich funktioniert.
Von Schaben und Ratten, Schmeißfliegen, Chaoten und so war da die Rede.
Und: Daß der Bürgermeister von St. Wolfgang nur seine persönliche Karriere im Kopf hat, habe ich selbst erleben dürfen. Man lese nach, was ich zu ihm geschrieben habe (in meinem Buch: Mein Salzkammergut). Da steht doch drinnen, was ihn antreibt:
Es geht ihm nur um Ansehen. Und natürlich Geld. Er würde in jeder anderen Partei nix besser machen als wie bisher zuerst an sich denken, sich in den Vordergrund schieben wollen. Posten locken. Und was er tut, er tut es nicht für St. Wolfgang, er macht es nicht mal für Frau und Kind, sondern nur aus eigenen Befindlichkeiten heraus für sich allein.
Gott bewahre, was man ihm je angetan hat in seiner Kindheit und Jugend. Hier aber will einer unbedingt persönlichen Schaden Unbill an seiner Person wieder gut machen - und will es allen beweisen, will zeigen, daß er wer ist und was will, obendrein noch Vorbild sein - NEIN nicht den anderen - Vorbild sich SELBST ganz allein. Dafür hält er sich Klackateure. Dafür hält er sich Diener und Dienerinnen. Die gibt es um jedermann, wie Feigheit, je mächtiger einer wird, um so vielfältiger wird die Buckelei vor ihm - und er wird auch selber mutiger. War er mit schlichter Höflichkeit ihm gegenüber früher leicht zu befriedigen, oh wehe, so verlangt er demnächst nur Ehre ihm gegenüber Hochachtung jedermann ihm gegenüber ab. Und diese Eigenschaft wird Überhand nehmen. Der Mann ist doch erst am Beginn seines Aufstiegs in Höhen, die er allein anstrebt, um eben eine gesicherte Rente einzufahren.
So einer nimmt wo er kriegen kann und spart, wenn er nur klug genug ist, jetzt eher an Energie und häuft dafür Diäten an.
Das muß man doch nur wissen. Schon weiß man doch bescheid. Daß er nun Dir in die Wade beißt, wird ihm sicher schon peinlich sein. Ja, ernstgemeint: Man sollte für das Wort peinlich ruhig das Wort peinsteilerlich schreiben. Der Begriff paßt sich eher zu diesem Mann momentan und füderhin. Und - es wird ihm ja nicht zugesetzt. Nirgends wirklich.
Der politische Frachter fährt langsam und hält Kurs mit Gewinn. Es ist da bei Peinsteiner leider auch so keine Frau an seiner Seite, die ihm die nasse Zeitung mal um die Ohren haut und stop sagt. Hör auf, politische Gegner wie ein Straßenköter anzukläffen. Hör auf verdammt.
Wenn er so eine familiäre Korrektur an seiner Seite hätte, Kinder, würde die ihn schon dazu bringen, gebracht haben, sich sofort zu entschuldigen. Ist nicht. Also kümmerts die Frau auch nicht, was ihr Mann, der Bürgermeister so den Tag lang anstellt. Also kümmert die Frau sich auch nur um den Plüsch und Schnaps in ihrem Laden - und seit einer Weile um schrecklich buntes Holzspielzeug in dem Laden nebenan, der hinzugekommen ist, dank des tragischen Vorfalls(Man erinnere sich: Hinrichtung der Ladenbesitzerin durch eifersüchtigen Mann, anschließender Selbstmord des Täters) - Also nimmt niemand Peinsteiner zur Brust, um für den Laden zu sorgen, den großen, um den es ihm gehen soll: Die Gemeinde, das Wohl jedees Einzelnen, bis zum Untersten hin - und einen gutherzigen, weisen Vertreter an der Spitze der Gemeinde, den jedermann Papa nennen möchte.
Oh Himmel. Davon sind doch alle weit entfernt in dem schönen Ort am funkelnden See. So richtiger Gegenspruch, sage ich weiter: Das hat dem Peinsteiner doch echtmal ganz tief Innen bisher gefehlt. Es geht alles viel zu leicht und klug genug, sie alle zu dirigieren wie Puppen zu handeln, ist er allemal.
Gegenspruch? Ja. Gott NIE. Zuhause nix. In der Gemeinde nix. Es ist doch alles so, wie er es sich im Grunde wünscht und nicht wünscht - und was macht der Heinz - er bellt und pinschert plump den Doktor Raimund Bahr an - der dadurch erst wichtige Person wird. Ein Riesenfehler das Ganze sowieso.
Ignorieren ist die Taktik. Nicht anpissen.
Das sie ihm bisher doch alle immer nur zugestimmt und beigepflichtet haben - das allein hat den Peinsteiner (wie man in meinem Buch weiterhin lesen kann) jammern lassen noch und nöcher. Das Zustimmen der anderen, das Jammer durch sich selbst, alles hat ihn heikle Siege und keikle Geschäfte beschert - und das gewonnene Geld hat ihm langsam den Kopf verwirrt.
Es ist ja eh klar. Das Neue, die Karriere - der Aufsteig erst bringt ihm ein Heidengeld, dieser neue Posten, dieses neue Amt - das müßte doch reichen, ihn ruhigstellen, sagt man sich, auf ewig - mit dem Geld kann er nach dem Flugschein noch einen Flugschein für Düsenjäger machen, ins Ölgeschäft in Dubai einsteigen, Papierwerte in Rußland erwerben und und und / Achtung: Ich hätte statt Heidengeld beinahe Haidergeld geschrieben. Oh weh, man ist bei Euch in Österreich sofort bei Haider, wenn man Geld denkt oder Heide und Freude reimen will.
Also lautet mein Fazit: Der Peinsteiner wird sich besinnen. Es werden ihm Höhergeordnete schon gesagt haben, daß er falsch liegt, wenn er die Opposition anfeindet, anschwärzt, verunglimpft. Die Ratgeber von Peinsteiner kommen nicht mehr von unten, sie kommen ihm alle schön von oben. Und die wissen, wie man an der Macht bleibt. Und die sagen es ihm schon. Das gehört zum Hertenkodex hinzu.
Denn sie brauchen einen Peinsteiner wie alle die anderen möglichen Peinsteiner überhaupt und keinen, der aus der Riege tanzt, sie in falsches Licht rückt. Ich beruhige Dich Raimund, in dem ich Dir sage: Man hat dem Peinsteiner längst den Kopf gewaschen. Er weiß längst Bescheid, was nicht gut ist für die Karriere. Und glaubt mir bitte, Raimund, es wird sich nicht wiederholen. Die Karriere ist wichtiger als ein Dr. Bahr am Rand der Sprungmatte der großen Politik. Die Zeit drängt Peinsteiner mehr als die Politik. Er muß Zeit nachholen. Er ist verdammt spät dran, kommt vielleicht nimmer mehr an den Riesenpott heran, der Gejagte, durch sich selbst gehetzte im Grunde doch nur bedauernswerte, arme rastlose Mann. Und: Gute Bücher lesen tut er auch nicht. Schönheit kennt er nicht, Wahrhaftes genießt er nicht. Von Lebenskultur weiß er nichts außer, daß da mal was zu gesprochen wurde. Nur wo, nur wann? Und was davon war wichtig im Leben? Und wenn sie ihn von ganz Oben beraten, dann wird er viel gelöster über jede Kritik erhaben sein. Und nicht mehr zu erreichen sein. Amen.