Änderungen

Ich bitte alle meine treuen leserinnen und leser um Verständnis dafür daß mein blog umbenannt werden mußte. Mein premiumaccount lief aus und ich habe es übersehen. Der bisherige name hadesblog.com war nicht mehr verfügbar daher kam es zur Änderung.
Ich danke für euer verständnis.
Donnerstag, 12. november 2009 4 12 /11 /2009 12:00

Heute vormittag auf einem zur zwangsversteigerung vorgehsehenen bauernhof. Am montag wenn die versteigerung vorbei ist sitzen zehn leute auf der straße. Davon fünf kleine kinder.

Nicht irgendwo. Sondern hier in st. wolfgang.

Nicht im krisengeschüttelten amerika. Hier in österreich.

Ist es aus eigenem verschulden? Zum teil vielleicht. Spielt das eine rolle. Nein.

 

Wenn sich privatleute und unternehmen am elend von anderen bereichern dann ist das unmoralisch. Ein objekt zu ersteigern weil gewinne zu erwarten sind. Das ist unmoralisch.

 

Und was tut die gemeinde? Nichts.

Was hat die gemeinde in den letzten jahren für diese menschen getan? Nichts.

Wo ist jetzt unser herr bürgermeister der sich immer großspurig für die menschen einsetzen will? Er hat sich verkrochen. Er war nicht da um trost zu spenden.

 

Es gibt in st. wolfgang offensichtlich eine mehrklassen gesellschaft. Von der gemeindepolitischen harmonie von der unser herr bürgermeitsre und landtagsabgeordneter in politischen sitzungen so gerne spricht sind wir lichtjahre entfernt.

Es ist die harmonie der mächtigen. Der reichen.

Dort wo geld ist fließt auch wieder geld hin.

Zu den leistungsträgern. Langsam beginne ich dieses wort zu hassen. Es ist für mich das unwort dieses jahres. Die leistungsträger unserer gesellschaft. Als würden alle anderen nichts leisten.

 

Unser bürgermeister ist ein lobbyist kein meister aller bürger.

 

Damit muß schluß sein. Wir alle sollten ein recht auf hilfestellung in der not haben. Ein bürgermeister darf nicht nach persönlichen feindschaften und freundschaften agieren. Nach alten schulfreundschaften und nach reichtumsinteressen. Langfristig zerstört ein bürgermeister der sich dermaßen verhält den sozialen zusammenhalt einer gemeinde.

 

Für funktionsträger muß unrecht bleiben was unrecht ist und auch als solches benannt werden. Auch wenn er manchmal schwierig und unangenehm ist. Recht ist ein gesellschaftliches gut. Wenn wir das recht opfern und uns den moralischen aasgeiern ausliefern sind wir nicht besser als die auf die wir immer losgehen. Wer sich auf kosten der armen und hilfsbedürftigen in diesem land bereichert hat keine gnade verdient. Wer sich in den dienst dieser menschen stellt hat keine gnade verdient.

Und gott wird diesen bigoten menschen am schluß nicht helfen können. Wer so handelt wie manche unserer gemeindefunktionäre hat bewiesen daß die christliche caritas dem schnöden mamon geopfert wurde.

 

Nirgendwo ist dies deutlicher als in st. wolfgang.

von Raimund Bahr - Community: Linke Literatur & Toleranz - veröffentlicht in: St. Wolfgangjournal
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