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Ich danke für euer verständnis.
Wir sind alle schon tot, nur wir wissen es noch nicht.
Ablehnungen sind für jeden autor eine schwer zu ertragende kränkung der eigenen überzeugung. Noch dazu wenn er oder sie lange jahre an einem manuskript gearbeitet hat. Der selbstzweifel an der kraft der eigenen kreativität schlägt sich durch. Die emotion wehrt sich mit gutem grund. Steckt doch das herzblut im text. Doch der kopf weiß daß sich die emotion irren kann.
Nie bin ich vor dem versagen gefeit. Immer liefere ich mich mit abgabe eines manuskriptes der meinung der anderen aus. Die ist nicht repräsentativ. Dennoch kann sie einen in verzweiflung stürzen.
Seit fünfundzwanzig jahren betreibe ich nun dieses geschäft. Seit einem vierteljahrhundert gäbe ich mich preis und noch immer kann mich der satz eines lektors mehr verstören als mein eigenes wissen über das was ich kann oder bin.
Es gibt keine gewißheit für einen autor. Andere berufe haben es da leichter. Ein baumeister sieht am schluß seines projektes ob das haus gut gebaut ist. Ein unternehmer kann anhand seiner zahlen die richtigkeit seiner entscheidungen messen.
Woran mißt der autor seinen erfolg? An der publikation der texte? Da muß es dann aber viele erfolglose autoren geben. An der anzahl seiner lesungen? Auch kein guter gradmesser. Wir sind von einem buchmarkt abhängig der unberechenbarer ist wie kaum ein anderer.
Trotz aller erklärungen die möglich sind: was bleibt ist bei jeder absage eine niedergeschlagenheit die nur überwunden werden kann in dem man sie nicht zu weit in die eigene existenz vordringen läßt.
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