Änderungen

Ich bitte alle meine treuen leserinnen und leser um Verständnis dafür daß mein blog umbenannt werden mußte. Mein premiumaccount lief aus und ich habe es übersehen. Der bisherige name hadesblog.com war nicht mehr verfügbar daher kam es zur Änderung.
Ich danke für euer verständnis.
Sonntag, 4. oktober 2009 7 04 /10 /2009 07:00

Was ich beachtlich finde an den großen klassikern wie adam smith, karl marx, theodro w. adorno is die konsequenz mit der sie einen gedanken verfolgen. Wie aus wenigen thesen ein ganzes buch entsteht und der faden nie verloren geht aus dem es gesponnen wurde. Manchmal bedauere ich daß heute eine solche konsequenz beinahe unmöglich scheint. Wir haben zu wenig zeit und vor allem stehen uns die versuchslabors von damals nicht merh zur verfügung. Wir können nicht mehr in handwerksstätten hineingehen um nach zu sehen wie sich der kapitalismus entwickelt. Wenn wir in unsere gesellschaft blicken ist da nur gähnende leere. Machinenparks. Amüsiermaschinen. Die handwerksbetriebe des achtzehnten jahrhunderts waren die versuchsanordnungen an denen die klassiker studierten.

Kaum versuche ich ähnliches wie smith und andere stürmt auf mich all das ein was ich vor jahren mal gehört habe. Alle gelesenen fetzen wort stürmen auf mich ein und wollen bedacht werden bevor ein gedanke zu papier kommt. Und dann fehlt da die geeignete form. Der essay ja der wäre es. Der essay scheint mir angemessen. Der essay von dem Theodor W. Adorno schreibt:

„Er fängt nicht mit Adam und Eva an sondern mit dem, worüber er reden will; er sagt, was ihm daran aufgeht, bricht ab, wo er selbst am Ende sich fühlt und nicht dort, wo kein Rest merh bliebe.“ (Adorno, Der Essay als Form, Reclam, S.6)

Doch das hilft nur bedingt wenn einer wie ich die welt verstehen will.
Manchmal verzweifle ich an der eigenen unfähigkeit stringent die welt zu ende zu denken.
Manchmal habe ich dieses ewige scheitern am Denken satt.

von Raimund Bahr - Community: Linke Literatur & Toleranz - veröffentlicht in: Lesejournal
Kommentar hinzufügen - empfehlen     - Kommentare (2)ansehen
Zurück zur Startseite

Kommentare

Hallo Raimund, ich bin seit heute ein Facebook-Freund von dir. Dein Blog ist sehr interessant. Ähnliche Gedanken, wie im obigen Artikel kenn ich auch. Ich hab zwar weder Smith noch Marx noch Adorno gelesen, aber dafür ein Buch, das sich mit Wirtschaftswissenschaft beschäftigt (und Marx fast rehabilitiert, obwohl der Autor Amerikaner ist): "Adams Fallacy" von Duncan K. Foley. Vielleicht findest du es auch interessant! Es bietet zwar nicht die großen Antworten, aber einen guten Überblick über die "Heilsversprechen" der ökonomischen und soziologischen Denkweisen.
Kommentarnr1 gepostet von Gregor Birkhan am 12.10.2009 à 12h15
Danke für den Lesetipp.
Kommentarnr2 gepostet von Raimund am 15.10.2009 à 10h50

Befreundete Blogs

Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Missbrauch melden - Impressum - Articles les plus commentés