Änderungen

Ich bitte alle meine treuen leserinnen und leser um Verständnis dafür daß mein blog umbenannt werden mußte. Mein premiumaccount lief aus und ich habe es übersehen. Der bisherige name hadesblog.com war nicht mehr verfügbar daher kam es zur Änderung.
Ich danke für euer verständnis.
Donnerstag, 9. juli 2009 4 09 /07 /2009 09:39

Diesen artikel habe ich letztes jahr am 21. oktober geschrieben. Damals haben sie mich alle ausgelacht in st.wolfgang. Ich weiß nicht ob ihnen heute noch zum lachen zumute ist. Mir jedenfalls vergeht das lachen manchmal.

 

Wird die finanzkrise auswirkungen auf st. wolfgang haben? Könnte sein. Wenn wir die medien aufmerksam verfolgen scheint es mit den fetten jahren vorbei zu sein. Wenn die arbeitslosigkeit steigt die kaufkraft sinkt wo werden die leute als erstes sparen? Bei den kurztrips bei den wochenendausflügen. Schon jetzt ist in st. wolfgang zu spüren daß der tagesgast deutlich weniger geld ausgibt als noch vor zehn Jahren. Die umsätze der geschäfte sinken kontinuierlich.

Können wir daraus eine lehre ziehen? Wohl kaum.

Solange unser wirtschaft auf permanente expansion gerichtet ist wird es immer wieder zu derartigen krisen kommen. Der kapitalistische kuchen ist nun mal nicht groß genug für alle. Die armutsfalle wartet auf uns. Manche werden ihr entkommen die das glück hatten in guten zeiten die richtigen geschäfte gemacht zu haben. Manche werden pech haben weil sie es nie geschafft haben einen wohlstandspolster anzulegen. Keine immobilien gekauft. Keine Grundstücke. Keinen betrieb geerbt.

Das ist noch nicht das ende der fahnenstange prophezeien alle. Sicher sollten wir auf prophetie nicht allzuviel geben. Aber die krisen kommen in immer kürzeren abständen. Sie kommen in fünf jahresrythmen fast so als würden wir uns in einer sozialistischen planwirtschaft befinden. Das ist das eigentlich besorgniserregende an der derzeitigen situation.

Und st. wolfgang?

Bei uns ist es beschaulich und gemütlich. Doch diese gemütlichkeit wird ein ende finden ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Spätestens wenn die nächste krise auf die realwirtschaft durchschlägt. Die touristen werden sich nicht ewig melken lassen. Irgendwann ist schluß mit dem mehrwert. Dann werden wir uns bescheiden müssen mit dem notwendigen und keine machbarkeiten mehr herbeireden können wie es politiker aller coleur immer wieder versuchen.

Früher oder später wird die krise nicht nur die realwirtschaft erreichen sondern auch die staaten in ihrem mark erschüttern. Island ist ein gutes beispiel dafür. Und wenn der staat erst einmal getroffen ist trifft es auch die bundesländer und von dort schlägt es auf die gemeinden durch. Irgendwer wird für all die werte die derzeit vernichtet werden, geradestehen müssen. Und es werden nicht die großen banken sein. Es werden nicht die großen industrien sein. Es werden die arbeiter sein. Die kleinen betriebe. Die einzelunternehmer.

Ich wünsche euch viel glück und einen guten rutsch durch die krise.

von Raimund Bahr - Community: Linke Literatur & Toleranz - veröffentlicht in: Politikjournal
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