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Ich danke für euer verständnis.
Wir sind alle schon tot, nur wir wissen es noch nicht.
Ich weiß nicht ob es oft passiert daß ein verleger gleichzeitig ein autor sein will. Aus der not der letzten jahrzehnte sind solche existenzen vielleicht öfter hervorgegangen wie der literaturszene gut tut. Es ist schwierig beide existenzen des literaturbetriebes unter einen hut zu bringen. Schließlich will ich ja beide funktionen gleich professionell betreiben. Und als verleger bin ich ja dazu gezwungen permanent mit anderen autoren und autorinnen zu kommunizieren oft auch ihre schriftstellerische kompetenz anzuerkennen. Das tut dem selbstbewußtsein des autors in mir nicht immer gut auch wenn es meinem schreiben nützt. Autoren sind zudem unglaublich fordernd wenn es um ihre eigenen werke und ihre ansprüche an einen kleinverleger wie mich geht. Sie verlangen wie selbstverständlich all das von ihrem verleger was sie gleuben mit fug un drecht als inhaber ihres geistigen eigentums erwarten zu können. Ich denke sie hätten recht wenn die welt noch so funktionieren würde wie im zwanzigsten jahrhundert.
Es ist seltsam als verleger immer auf der suche nach guten büchern zu sein die ich als autor immer selbst geren geschrieben hätte. Ablehnungen zu verteilen die ich selbst ungern von einem verleger hören will. Lob zu geben von dem ich oft glaube es würd emir zustehen.
Und dann gibt es tage da erhebe ich als verleger gegen mich selbst als autor ansprüche und frage mich: darf ich diesen text von mir verlegen? Werden sie nicht wieder über mich herfallen und sagen: hat er wieder keinen anderen verlag für seine bücher gefunden? Muß er wieder alles selber publizieren?
Die frage ist doch aber: warum habe ich einen verlag gegründet?. Sicher nicht um reich zu werden. Aber auch nicht um dann meine eigenen texte meine eigenen urheberrechte an einen anderen kleinverlag oder mittelverlag abzutreten und sie dort verkommen zu lassen. Da ist es schon besser die bücher verstauben bei mir im büro. Da weiß ich zumindets daß sorgsam mit ihnen umgegangen wird. Gekauft werden sie ja da und dort nicht.
Letztlich ist es wie in jedem anderen geschäft: der autor schreibt der verleger besitzt am schluß das produkt. Ich bin letztlich trotz aller schwierigkeiten in eine beneidenswerte lage geraten: ich schreibe und verlege.
Manchmal auch meine eigenen texte.
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