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Ich danke für euer verständnis.
Wir sind alle schon tot, nur wir wissen es noch nicht.
Der Wahlkampf in St. Wolfgang für die Gemeinderatswahl im Herbst ist bereits eröffnet. Als ich heute morgen den Rucksack meines Kindes für den Besuch im Kindergarten packen wollte, viel mir eine Kampfschrift der ÖVP in die Hände. Offensichtlich sind in St. Wolfgang mittlerweile alle Hemmungen der ÖVP über Bord gegangen.
Ich hätte ja kein Problem gehabt, daß unser Herr, der Bürgermeister den Eltern eine Information über den künftigen Gratiskindergarten zukommen läßt. Doch daß er so dreist ist, damit eine Wahlwerbung für die ÖVP zu verbinden, ist schlichtweg eine Schweinerei. Offensichtlich ist Hannes Peinsteiner nicht der Bürgermeister aller Bürger und Bürgerinnen, sonst würde er solche politischen Unbedachtheiten nicht begehen.
Manche werden jetzt sagen, was der Bahr schon wieder hat. Na da frage ich doch mal ganz keck: Was würden denn die Leute sagen, wenn der Rucksack ihrer Kinder zum Transportmittel der SPÖ und FPÖ, der Grünen und des BZÖ im Wahlkampf verkommen würde? Sie würden im Papiermüll ersticken.
Der Gratiskindergarten eine Erfindung der ÖVP, daß ich nicht lache. Sie setzen es um, aber das hätten sie schon vor vier Jahren machen, können oder vor sechs. Jetzt auf allgemeinen Druck anderer Parteien, jetzt nach dem Wahlkampf letzten jahres, vor allem auf Druck der FPÖ und der Grünen, setzt die ÖVP nach.
Ich bin dagegen daß man die Kinder für politische Zwecke mißbraucht.
Das ist schlechter politischer Stil.
Vielleicht aber auch nur der Rausch der Allmachtsphantasien, die die ÖVP in St. Wolfgang umtreibt. Die Rechnung wird im Herbst präsentiert sehr geehrter Herr, unser aller Bürgermeister.
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