Änderungen
Ich danke für euer verständnis.
Wir sind alle schon tot, nur wir wissen es noch nicht.
Immer wieder kommen Kommentare auf diesem Blog vor, die ich im einzelnen nicht kommentieren möchte. Dennoch hier ein paar allgemeine Bemerkungen.
Ich bin mir ziemlich bewußt, daß ich entbehrlich bin, wie jede/r andere auch. Ich weiß natürlich, daß ein gerütteltes Maß an Arschloch auch in mir steckt. Natürlich bin ich mir bewußt, daß es den Grünen nicht einmal auffallen würde, wenn ich diesen Blog nicht mehr führen würde.
Der Partei würde dadurch auch nichts verloren gehen.
Doch das gilt für jeden von uns. Natürlich ist Eva Glawischnig auch entbehrlich. Natürlich würde es nicht lange auffallen, wenn die Grünen immer schwächer würden. Aber ich denke, daß es für politische Arbeit notwendig ist, sich zumindest manchmal als unentbehrlich zu fühlen, um diesen ganzen Politzirkus überhaupt mitzumachen.
Selbstbewußtsein, Selbstbehauptung, Angriffslust sind wichtige Eigenschaften, um in unserem politischen System zu überleben und etwas weiterzubringen.
Ich bin für Kritik immer empfänglich, wenn sie sich mit meinen Argumenten auseinandersetzt. Was ich für fatal halte, auch in der Politik, ist, wenn Menschen einfach pauschal unter der Gürtellinie argumentieren.
Es vergeht wohl keine Woche, in der ich mir nicht überlege, alle meine Aktivitäten einzustellen und mich wieder um mich selbst zu kümmern, meine Karriere, meinen ausgedehnten Spaziergängen, meinem Vormittagsfernsehkonsum, der Entwicklung meines Wohlstands, der Vermehrung meiner ökonomischen Rücklagen.
Aber worzu. Das alles kann ich nicht ind en Tod mitnehmen.
Günther Anders hat immer von der Übertreibung in Richtung Wahrheit gesprochen. Ich glaube nicht, daß ich im Besitz der Wahrheit bin, aber mit der Übertreibung können reale Verhältnisse besser beschrieben werden. Die Realität ist zu bizarr, um sie eins zu eins abzubilden, das würde ja kaum jemand glauben. Mit ein bißchen Sarkasmus, ein wenig Ironie und vielleicht einer Prise Humor wäre es leichter meinen Blog zu ertragen.
Und im Übrigen: Wer ihn nicht lesen will, muß ja nicht.
Also da wir Arschlöcher in der Bloggerszene ja unter uns sind, (die meisten haben ohenhin kaum Leser/innen): seien wir ein bißchen kulanter miteinander. Wir haben uns nichts vorzuwerfen, wenn wir uns ehrlich begegnen, argumentativ. Auch wenn die Arguemnte manchmal falsch sind, überzogen oder einfach auch nur blöd. Tauschen wir Argumente. Versuchen wir zumindest den Anschein einer Debatte aufrecht zu erhalten. Vielleicht entwickeln wir uns ja dann zu akzeptableren Arschlöchern und werden damit wirklich ein stückweit unentbehrlich.
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