Änderungen

Ich bitte alle meine treuen leserinnen und leser um Verständnis dafür daß mein blog umbenannt werden mußte. Mein premiumaccount lief aus und ich habe es übersehen. Der bisherige name hadesblog.com war nicht mehr verfügbar daher kam es zur Änderung.
Ich danke für euer verständnis.
Montag, 15. dezember 2008 1 15 /12 /2008 08:36

Ja so ist das, wenn ein Blogger mal ausläßt, wenn ein Autor damit beschäftigt ist, sich um den Alltag kümmern zu müssen, mal ein paar Tage geschwächt von Erkältung zu nichts fähig ist, außer den Tag zu überleben. Da erlahmt das Inetresse schnell, da ist es schwierig jeden Tag zu posten. Wenn einer wie ich auf zu vielen Hochzeiten tanzt, sich dann doch entscheidet an seinen Büchern zu arbeiten und nicht im Netz zu schreiben. Da hat er dann fürs Publikum auch kein Futter.

Ich gelobe Besserung.

Es ist nicht einfach Verleger, Autor und politischer Aktivist in einer Person zu sein. Obwohl ich merke, daß das politsiche mich zu langweilen beginnt, weil es ein träges, ein herrschaftliches, ein Katz- und Mausgeschäft ist. Da wird selten mit offenem Visier gekämpft. Da lassen sich Wenige ein, auf echte Veränderungen. Da wird taktiert und getarnt. Irgendwann einmal habe ich ein Gedicht geschrieben, das enthielt die Zeile: Tarnen und Täuschen ist das Wesen des Krieges. Vielleicht ist es aber auch das Wesen der Politik. Mir ist dieses Tarnen und Täuschen noch nie leicht gefallen.

Vielleicht sollte ich mich tatsächlich aufs Schreiben verlegen, mich nur mehr Büchern widmen: lesend, schreiben, publizierend. Aber dann würde mir doch wieder die Politik fehlen, dieses Einmischen in Dinge, von denen andere glauben, sie gingen mich ohnehin nichts an. Der Ärger, den ich mir einhandle, würde mir fehlen, der mich spüren läßt, daß da draußen eine Welt ist, die verändert, gestaltet und verbessert werden will.

Zwei Seelen, ach, wohnen in meiner Brust.

Beide zu vereinen fehlt im Augenblick die Zeit. Da ist ja noch eine Familie und dann gibt es da noch die ganz eigenen Interessen, einmal einen Spaziergang im Wald zu machen, den Kopf frei zu kriegen. Wann bin ich das letzte Mal gewandert, alleine?

Keine Ahnung, in einem früheren Leben?

von Raimund Bahr - veröffentlicht in: Autorenjournal
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