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Ich danke für euer verständnis.
Wir sind alle schon tot, nur wir wissen es noch nicht.
Heute bekam ich das mail einer aufgebrachten Bürgerin, die mir mitteilte, ob ich denn nicht kapiert hätte, daß wir in St. Wolfgang vom Tourismus leben. Was sie mir damit genau sagen wollte, weiß ich nicht.
Und ich würde nicht auf Gegenliebe stoßen mit meinen Aktivitäten.
Das habe ich auch nie erwartet. Ich bin ja nicht naiv. Noch dazu in einem Ort wie St. Wolfgang, wo der Absolutismus nie abgeschafft wurde, sondern muntere Urständ feiert. Bin schon gespannt, wie diese Dame reagiert, wenn Hannes Peinsteiner noch sechs Jahre regiert. Vielleicht findet die ÖVP ja einen oder vielleicht ja mal eine Neue.
Gleichzeitig hat die besagte Bürgerin mir mitgeteilt, daß einige Dinge im Argen liegen, doch ich würde nicht kritisieren, sondern alles nur pauschal schlecht machen. Na ja, ich weiß nicht. Hat sie damit recht? Vielleicht.
Wenn dem so sein sollte, muß ich in mich gehen.
Und sie ist der Meinung, ich würde nicht im Interesse unserer Kinder handeln. Na ja, das Interesse unserer Kinder bestimmt nun mal nicht jeder für sich alleine. Sich alles gefallen zu lassen, zu Hause in seinem Betrieb zu sitzen und auf die Kohle zu schielen, kann auch nicht im Interesse unserer Kinder sein. Ich weiß gar nicht welches „uns“ sie damit überhaupt meint.
Und gerade die Frauen sind mir ja die liebsten in St. Wolfgang. Wie gerne überlassen sie die Politik den Männern und unterwerfen sich ihrem absolutischen Diktat. 25 Gemeinderäte, eine Frau. Das sagt glaube ich alles. Politik ist eben Männersache.
Ja, sudern ist leicht. Sich über jemand zu beschweren, der sich zumindest schriftlich wehrt, der versucht etwas auf die Beien zu bringen, ist auch leicht. Selbst aktiv zu sein, auf ein wenig vom Profit, den man aus dem Tourismus zieht, zu verzichten, zu gunsten einer Politik für „unsere“ Kinder, das ist schwer und will gelernt sein.
Also Kritik von Leuten, die sich engagieren, auch für eine politische Gegenposition, lasse ich gerne gelten. Von den Bürgerinnen, die nur stillhalten, sudern und ihre eigene Profitsuppe kochen, laß ich mich nicht irritieren.
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