Änderungen
Ich danke für euer verständnis.
Wir sind alle schon tot, nur wir wissen es noch nicht.
Die Basis ist das Fundament einer Partei.
Könnte mir bitte jemand die Frage beantworten, was die Basis der Grünen ist? Von mir dazu ein Versuch diese Frage zu klären. Denn sie ist eine zentrale Frage der Grünen. Bevor wir überhaupt mit der Frage beginnen, wie wir uns organisieren wollen, sollten wir klären wer wir sind und welche Basis wir organisieren.
Vielleicht kann uns ein Exkurs in die Mineralienkunde helfen:
„Die Basis einer Kristallstruktur besteht aus Atomen, Ionen oder Molekülen. Sie stellt die kleinste Gruppe dieser Elemente dar, die sich periodisch im dreidimensionalen Raum deckungsgleich wiederholt.“
Das bedeutet für die Grünen, das sind die Gruppen, die überall in der Grünen Struktur existieren und sich in allen Ländern, Bezirken und Gemeinden organisieren.
„Die Basis besteht mindestens aus einem Atom, kann aber auch einige tausend Atome umfassen (Proteinkristalle).“
Die Basis besteht also aus einer Person, plus sie umgebende Personen. Wobei diese eine Person für die jeweils anderen auch eine Umgebungsperson ist. So weist dieses ursprüngliche Netz von jedem auf jede und umgekehrt.
„Jeder Basis wird dann ein Bezugspunkt zugewiesen. Sie spannen die sogenannten Grundvektoren auf, welche von einem Gitterpunkt zu seinen Nachbarn weisen.“
Jede dieser Einzelbasen hat einen bestimmten Standort, der sich geographisch vermittelt, also im gesellschaftlichen Raum. Dieser Standort hat aber sozusagen Verbindungen zu den anderen Standorten durch Kommunikationsstrukturen, die diese Standorte miteinander verbinden. In der einfachsten Form durch Telefonverbindungen, Emailverkehr usw. Aus der Verbindung dieser Basen entsteht schließlich die Struktur eines Kristalls/also der politische Sinn einer Basis. Auch in dieser Hinsicht gilt, eine Basis verweist auf die nächste und umgekehrt. Sie hängen in einem Kristall voneinander ab. Es gibt in diesem Sinne auch kein Oben und Unten, kein Wichtig und Unwichtig. Die aufeinander bezogenen Basiseinheiten ergeben das Ganze, also die Partei.
Also in diesem Sinne ist die Basis die vernetzte Gruppe. Sie hat untereinander noch keine gesellschaftliche Bedeutung. Sie ergibt noch keinen gesellschaftlichen Kristall. Der Kristall ergibt sich erst in der Vernetzung vieler Basisgruppen. Die Basis sind also nach dieser Definition keine Einzelindividuen, sondern Gruppen von Individuen. Insofern kann es, wenn wir dieser Definition folgen wollten, bei den Grünen nur Vertretungen von Gruppeninteressen geben.
In einer politischen Struktur muß also gewährleistet werden, daß die Basisgruppen untereinander in Verbindung treten können. Der Kristall muß nach Innen also dafür sorgen, seine Ressourcen so zu verteilen, daß er wachsen und die Bindungen verstärken kann.
Die Frage, die sich daraus ergibt, müssen diese Gruppen immer durch einen statutarischen Prozeß zustande gekommen sein. Ist es möglich, daß auch durch nicht statutenmäßige Deckung Gruppen innerhalb der Grünen entstehen, die im Sinne der eben genannten Definition Basis sind, aber nicht in den bestehenden Organisatiuonsstrukturen legitimiert sind? In einer Basisdemokratie, wie ich sie verstehe, ja. Ich denke, daß Basisdemokratie bedeutet, Interessen zuzulassen, jenseits von statutarischen Vorgängen, denn Statuten sind Disziplinierungsstrategien.
Das Vereinsgesetz, auf dem das Parteienrecht basiert, stammt aus der Monarchie, um gesellschaftskritische oder außerinstitutionell agierende Gruppen in den gesellchaftlichen Prozeß zu integrieren und überwachen zu können. Ich bin der Meinung, den Grünen würde es gut anstehen organisierte grüne Partikularinteressen auch als Basisgruppen anzuerkennen und in ihre Parteistrukturen zu integrieren. Diese Gruppen werden auf Grund der derzeitigen organisatorischen Verhältnisse ganz sicher entstehen und daher eingebunden werden müssen, wenn die Grünen Splitterparteien an ihrem „linken“ Rand verhindern wollen.
Derzeit sind solche Partikularinteressen nicht in die Struktur integrierbar, deswegen müssen politische Abweichler/innen bei den Grünen entweder ausscheiden, sich lautstark und übermäßig zu Wort melden und es entstehen dadurch unnötige Konflikte, die die Partei schwächen.
Neueste Kommentare