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Ich danke für euer verständnis.
Wir sind alle schon tot, nur wir wissen es noch nicht.
Die kernschmelze bei den grünwählern resultiert aus einer einfachen erkenntnisverweigerung der von ihnen gewählten partei.
Die grüne partei und die ihnen nahestehenden organisationen verweigern die erkenntnis daß der mensch kein natur- sondern ein kulturwesen ist. Diese erkenntnisverweigerung führt dazu daß ihre politischen ziele und ihr politischer widerstand darauf ausgerichtet sind den menschen wieder in seine natürliche umgebung zurückzuführen. In einklang mit der natur zu bringen. Sie wollen ihn zurückführen an einen ort wo der mensch nie gewesen ist: in die natur. Sie wollen ihn in harmonie mit der natur bringen. Ihn mit seinen ursprüngen versöhnen.
Dieser versuch muß scheitern.
Der mensch kann nicht rückgeführt werden.
Daran sind schon die romantiker gescheitert.
Der mensch ist als wesen dazu verdammt sich die natur anzueignen. Das bedeutet daß er die welt wie er sie vorfindet künstlerisch bearbeiten muß. Der Spruch: Was nicht paßt muß passend gemacht werden trifft den kern des menschlichen handelns präzise.
Der mensch ist ein kulturwesen. Ein technologisches Wesen. Erst in zweiter linie ist er eine biologische einheit mit ökonomischen interessen.
Wäre es anders wären auschwitz und hiroshima gar nicht möglich gewesen und kriege grundsätzlich undenkbar. Wenn nämlich die biologische und ökonomische Präsenz des menschen vorrang vor seiner technologischen und künstlersichen hätte würde er ja nicht immer wieder millionenfach menschen töten. Die vernichtung von ressourcen, infrastrukturen, konsumenten macht ja ökonomisch gar keinen sinn.
Solange die grünen den menschen als homo öconomicus oder öcologicus betrachten werden sie zu den falschen politischen schlüssen kommen und an den bedürfnissen der menschen vorbei agieren. Folge davon wird sein daß sich die intellektuelle mittelschicht von den grünen verabschieden wird (falls sie das nicht längst getan hat). Gerade diese klientel ist von einer absolut künstlichen welt umgeben. Solange sie die sehnsucht der grünen romantiker nach der unberührten natur teilten ging alles gut. Wachstumsraten bei wahlen waren gesichert. Langsam aber dämmert den menschen daß die rettung der natur alleine zu wenig für die rettung des menschen sein wird.
Die grünen werden sich einer offenen debatte stellen müssen in der die kategorien technologie ökonomie und ökologie gleichrangig nebeneinander stehen. Nur wer zur kenntnis nimmt daß die technologie die ökonomie vor sich hertreibt und so die ökologischen verhältnisse auf dem planeten zerstört wird zu geeigneten politischen lösungen kommen um die menschen vor dem untergang zu retten.
So sie dies überhaupt wollen.
Ein regionalpolitiker der christlich-sozialen zeigt das ganze ausmaß der gesellschaftlichen tragödie, die sich derzeit um den arbeitsbegriff abspielt.
Das zitat lautet:
„Arbeit ist für die Menschen Sinn und Inhalt zugleich, deshalb werden wir alles tun, um bis zum Jahresende so viele Arbeitsplätze wie möglich zu schaffen und zu erhalten."
Dieser politiker zeigt nur daß er nichts aus der geschichte gelernt hat. Zu allererst einmal zum begriff der arbeit. Er spricht zwar von arbeit im allgemeinen gemeint ist aber lohnarbeit. Er meint also lohnarbeit ist sinn und inhalt für den menschen.
Und dann: wer ist dieser mensch dessen sinn und inhalt die lohnarbeit ist? Meint der politiker alle menschen oder eben nur die lohnarbeiter? Für selbstständige freinberufler unternehmer und politiker kann nämlich lohnarbeit gar nicht sinn und inhalt sein. Weitergefragt: sind das dann überhaupt menschen? Freiberufler, unternehmer und politiker besetzen schließlich keinen arbeitsplatz sondern besitzen ihn.
Wie dieser politiker bin ich auch geneigt die begriffe arbeit mensch und sinn gemeinsam zu denken. Doch anders als er es tut. Es ist mir zwar einsichtig daß ein politiker der ja einen staatlich organisierten arbeitsplatz einnimmt nicht in der lage ist lohn und arbeit nicht zu trennen. Aber daraus leitet sich nicht automatisch eine naturgesetzlichkeit her in der arbeit an lohn wie ein gefangener an seine eienkugel gekettet ist.
Es ist durchaus möglich eine gesellschaft zu denken in der lohn und arbeit nichts miteinander gemein haben. Arbeit also als eine tätigkeit verstanden wird die der sicherung der überlebens ohne lohnerwerb dient. Es ist durchaus eine gesellschaft denkbar in der menschen arbeiten ohne entlohnt zu werden und dennoch nicht verhungern und erfrieren.
Ein fundamentales problem unserer derzeitigen waren- und dienstleistungsgesellschaft ist daß sich zwar die kapitalströme von der geleisteten arbeit entkoppelt haben nicht aber die arbeit von den löhnen die aus den kapitalströmen bezahlt werden. Die Einkommen der arbeiter bleiben fest an die von ihnen erbrachte leistung gebunden und ketten so die arbeiter an die kugeln die sie schon losgeworden zu sein schienen. In der krise von heute zeigt sich daß die ketten nur besser und effizienter geschmiedet sind als früher. Die abhängigkeit der arbeiter von den produktions- und konsumkreisläufen in denen sie arbeiten ist größer als je zuvor.
Kein konsum keine arbeit.
Keine arbeit wenig konsum.
Was ist die lösung für das problem?
Wir müssen die arbeitsleistung vom lohn abkoppeln und jeden mensch an den geldströmen die derzeit wie reißende bäche an ihnen vorbesiströmen beteiligen. Unabhängig davon ob der mensch arbeit hat oder nicht.
Nur so kann die losung des lokalpolitikers wirklichkeit werden. Nur dann kann arbeit tatsächlich sinn und inhalt der menschen zugleich sein. Denn nur dann entfremdet der lohn nicht den sinn und den inhalt den sich menschen in ihrer arbeit suchen können ohne an den lohn das einkommen das auskommen denken zu müssen den sie damit erwirtschaften müssen.
Dann wären sie nämlich in der gleichen position wie unser lokalpolitiker. Denn dessen sinn und inhalt ist tatsächlich seine arbeit. Doch im gegensatz zum arbeiter muß dieser nicht über die writschaftlichkeit seiner arbeit nachdenken weil er eben seinen lohn nicht für geleistete produktion erhält. Politik ist nämlich keine dienstleistung entspringt keinem produktionsprozeß und entzieht sich so jeder lohnbewertung. Politikerentlohnung ist immer willkürlich. Und es ist daher nur folgerichtig daß das gehaltsschema von politikern von diesen selbst gemacht wird. Auch wenn wir alle ihr gehalt bezahlen.
Stellen sie sich eine gesellschaft vor in der ein arbeiter wie ein politiker selbst bestimmen könnte was er verdient.
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