Änderungen

Ich bitte alle meine treuen leserinnen und leser um Verständnis dafür daß mein blog umbenannt werden mußte. Mein premiumaccount lief aus und ich habe es übersehen. Der bisherige name hadesblog.com war nicht mehr verfügbar daher kam es zur Änderung.
Ich danke für euer verständnis.

Lesejournal

Sonntag, 6. september 2009 7 06 /09 /2009 16:49

Jetzt weiß ich endlich wann ich als arbeiter oder angestellter gutes geld verdiene. In einer kleinen notiz in der kronen-zeitung <oö 6.9.2009 S53> gibt ams-chef johannes kopf menschen die von arbeitslosigkeit bedroht sind folgenden ratschlag: die leute sollen doch schon vor eintritt der arbeitslosigkeit nach einem neuen job ausschau halten, denn:


„Sie vermeiden längere Arbeitslosigkeit, verdienen rascher wieder gutes Geld und signalisieren einem künftigen Arbeitgeber Engagement und Initiative.“


Wenn wir arbeitslosen einen solchen boss haben brauchen wir keine sozialschmarotzer debatte von rechts. Für kopf gibt es offensichtlich gutes und schlechtes geld. Gutes geld ist nur in lohnarbeit verdientes geld. Und gut verdientes geld ist nur durch engagement und eigeninitiative zu erhalten.

Da bin ich doch eher für das schlechte geld.

Ich möchte vom geld geduldet werden. Ich möchte es unter schlechten bedingungen verdienen: Unfelxibel. Asozial. Dreckig.

Ich finde dreckiges geld sympathisch.

Ich hoffe kopf wird sich eines tages wenn es keine arbeitslosen mehr gibt und er sich nach einem job umsehen muß ebenso rasch um gutes geld bemühen. Im moment verdient er sein geld nämlich auf dreckige art und weise. Als erfüllungsgehilfe eines auf sozial- und preisdumping ausgelegten gesellschaftssystems. Und ich denke er unterliegt keinem lohndumping wie der freie markt.

Vielleicht sollten wir menschen wie kopf einmal für gutes geld auf den freien markt in eine nkd-filiale arbeiten schicken. Oder vielleicht sollten wir ihn für gutes geld die touristentoiletten in st.wolfgang putzen lassen.

Die obszönitäten von seiten der organisierten sozialpartnerschaft werden immer ekelerregender.
von Raimund Bahr - Community: Linke Literatur & Toleranz - veröffentlicht in: Lesejournal
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Montag, 16. märz 2009 1 16 /03 /2009 08:08

Habe von einem freund folgenden bloglink zugesandt bekommen den ich euch nicht vorenthalten möchte.
http://romanticentrepreneur.net/

Selbstbeschreibung des projektes:
Dieser Blog dient als eine Art öffentliches Notizbuch für Ideen, Überlegungen und Diskussionen rund um das soziologische Forschungsprojekt 
"Online Dating. Mediale Kommunikation zwischen romantischer Liebe und ökonomischer Rationalisierung".

Vielleicht findet ja der eine oder die andere einmal einen kurzen weg dorthin. Ich finde es eine interessante sache und ein noch wenig wirklich zielgerichtet erforschtes gebiet. Mein erfahrungen liegen zwölf jahre zurück und sind daher nicht aussagekräftig. Ich bin auch eher an der realen welt orientiert. Die virtuelle welt dient mir nur als mittel zum zweck aber vielleicht gibt es ja leute bei denen das anders war und ist.

Auf dem oben angeführten blog werdte ihr mir jedenfalls öfter begegnen sofern er am leben bleibt.

von Raimund Bahr - veröffentlicht in: Lesejournal
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Donnerstag, 18. dezember 2008 4 18 /12 /2008 07:00

Wenn ich krank im Bett liege und der Fernseher läuft, kann ich schon mal denken, ich bin in einer gesellschaftlichen Geisterbahn gestrandet. Natürlich neigen Medien dazu, vor allem schlechte Nachrichten zu verbreiten. Das erhöht die Zuschauerzahl. Dennoch bleiben die Fakten: 800 Tote durch die Cholera in Afrika (eine Krankheit, die heilbar wäre). Tote bei Anschlägen in Afghanistan und Pakistan. Ein rechtsradikales Messerattentat in Deutschland. Die Wirtschaftskrise weitet sich aus. In Amerika können sich Banken zum Nulltarif Geld leihen. 50.000 Arbeitslose in der Autozulieferindustrie in Österreich werden erwartet. 500.000 Arbeitsplätze gingen in Amerika im letzten Monat verloren. Piraten weiten ihre Aktivitäten vor Somalia aus. Die UNO erklärt ihnen den Krieg, auch auf dem somalischen Festland.

von Raimund Bahr - veröffentlicht in: Lesejournal
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Dienstag, 2. dezember 2008 2 02 /12 /2008 08:11

Türenhersteller Ufkes kann das alles nicht trösten. „Wenn die Sonne scheint, geben sie dir den Regenschirm“, kommentiert der Niederländer bitter, und wenn es regne, „nehmen sie ihn dir wieder weg.“ (Der Spiegel 49/2008, S.106)

 

Für Herrn Ufkes kam dieser Tage die Stunde der Wahrheit. Wie er machten Millionen von Menschen und damit auch hunderttausende Firmen einschlägige Erfahrungen mit dem Kapitalismus. Das, was er als Regenschirm bezeichnet, sind die Warenkreditversicherer, die Sonne ist der Aufschwung, der Regen die Rezssion.

Jetzt haben wir es mitgekriegt. Versicherungen und Banken sind Sonnenscheininstitutionen, halten uns bei der Stange, wenn es uns gut geht und schlagen gnadenlos zu, wenn es uns schlecht geht.

Welche Schlüße ziehen wir daraus? Etwa den, daß der Kapitalismus problematisch ist, daß er uns nicht vor Armut und Niedergang rettet? Oder gar den, ihn frontal anzugreifen?

Nein. Im Gegenteil. Wir halten ihn für reformierbar. Wir glauben, daß nur eine Schraube falsch eingesetzt war. Es gibt ihn, den guten, den zu unser aller Wohl funktionierenden Kapitalismus.

Wer jetzt noch nicht begriffen hat, daß die, die an der Spitze des Pyramidenspiels stehen immer gewinnen und die an der Basis verlieren, dem ist wirklich nicht zu helfen.

von Raimund Bahr - veröffentlicht in: Lesejournal
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