Änderungen

Ich bitte alle meine treuen leserinnen und leser um Verständnis dafür daß mein blog umbenannt werden mußte. Mein premiumaccount lief aus und ich habe es übersehen. Der bisherige name hadesblog.com war nicht mehr verfügbar daher kam es zur Änderung.
Ich danke für euer verständnis.

St. Wolfgangjournal

Sonntag, 1. märz 2009 7 01 /03 /2009 07:00


So kann es einem gehen in st. wolfgang. Die kerze hat ihre schuldigkeit getan. Die Kerze kann gehen. Besser gesagt sie kann stranden. Bis zum nächsten jahr wenn sich die stillste zeit des jahres wieder inhektisches treiben im markt st. wolfgang verwandelt. Wenn alle auf der suche nach ihren sehnsüchten doch nur kommerz finden.
von Raimund Bahr - veröffentlicht in: St. Wolfgangjournal
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Dienstag, 3. februar 2009 2 03 /02 /2009 08:30

Der Wahlkampf in St. Wolfgang für die Gemeinderatswahl im Herbst ist bereits eröffnet. Als ich heute morgen den Rucksack meines Kindes für den Besuch im Kindergarten packen wollte, viel mir eine Kampfschrift der ÖVP in die Hände. Offensichtlich sind in St. Wolfgang mittlerweile alle Hemmungen der ÖVP über Bord gegangen.

Ich hätte ja kein Problem gehabt, daß unser Herr, der Bürgermeister den Eltern eine Information über den künftigen Gratiskindergarten zukommen läßt. Doch daß er so dreist ist, damit eine Wahlwerbung für die ÖVP zu verbinden, ist schlichtweg eine Schweinerei. Offensichtlich ist Hannes Peinsteiner nicht der Bürgermeister aller Bürger und Bürgerinnen, sonst würde er solche politischen Unbedachtheiten nicht begehen.

Manche werden jetzt sagen, was der Bahr schon wieder hat. Na da frage ich doch mal ganz keck: Was würden denn die Leute sagen, wenn der Rucksack ihrer Kinder zum Transportmittel der SPÖ und FPÖ, der Grünen und des BZÖ im Wahlkampf verkommen würde? Sie würden im Papiermüll ersticken.

Der Gratiskindergarten eine Erfindung der ÖVP, daß ich nicht lache. Sie setzen es um, aber das hätten sie schon vor vier Jahren machen, können oder vor sechs. Jetzt auf allgemeinen Druck anderer Parteien, jetzt nach dem Wahlkampf letzten jahres, vor allem auf Druck der FPÖ und der Grünen, setzt die ÖVP nach.

Ich bin dagegen daß man die Kinder für politische Zwecke mißbraucht.

Das ist schlechter politischer Stil.

Vielleicht aber auch nur der Rausch der Allmachtsphantasien, die die ÖVP in St. Wolfgang umtreibt. Die Rechnung wird im Herbst präsentiert sehr geehrter Herr, unser aller Bürgermeister.

von Raimund Bahr - veröffentlicht in: St. Wolfgangjournal
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Samstag, 24. januar 2009 6 24 /01 /2009 07:00

Nun ist es doch passiert. Hotelprojekt Rösslwiese wieder auf Schiene,s chreibt die SPÖ in ihrem wunderschön roten Prospekt St. Wolfgang am See, Aktuell. Der beliebte Spruch unseres Herrn Bürgermeister hat nun auch in den Wortschatz der SPÖ Eingang gefunden.
Wir sind auf Schiene.

Hurra, was für eine Frohbotschaft.

Wir erfahren das aus einer Zeitung. Endlich einmal ein Signal aus den Entscheidungsgremien. Nach wie vor das Totschlagargument der Arbeitsplätze. Warum scheuen sich die Verantwortlichen denn eine öffentliche Veranstaltung dazu zu machen, um das Bauvorhaben vorzustellen, mit der Bevölkerung über den gesamten Umfang darüber zu diskutieren?

Habt ihr denn soviel Angst vor uns?

Warum schickt ihr denn den genauen Zeitplan und den Gesamtumfang nicht an die Bevölkerung aus. Transparenz ist auch bei der SPÖ nicht gefragt. Es wurde jetzt ein halbes Jahr gemauschelt und erfahren werden wir wieder nichts. Alles bleibt wie es ist. Die Parteien haben sich geeinigt und damit scheint für sie die Sache vom Tisch?

Wissen wir jetzt mehr darüber?

Nein!

Wurden die Bürger in den Entscheidungsprozeß, der uns letztlich alle in unserer Lebensqualität betrifft, eingebunden?

Nein!

Wollen wir mehr darüber wissen, wollen wir öffentlich darüber sprechen und nicht nur in einem Hinterzimmer, ohne Zeugen, ohne Möglichkeit der Solidarisierung, wenn uns etwas nicht gefällt?

Ich für meinen Teil schon.

 

Ist da draußen noch jemand?

von Raimund Bahr - veröffentlicht in: St. Wolfgangjournal
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Freitag, 23. januar 2009 5 23 /01 /2009 08:22

Der Kindergarten in St. Wolfgang wird im Herbst wie überall in Oberösterreich kostenlos sein. Hurra, die ÖVP hat einen langgehegten Wunsch der Menschen im Land erfüllt.

Doch was nützt uns das in St. Wolfgang?

Einige, die ihre Kinder bereits im Kindergarten haben, werden darüber sehr glücklich sein, andere, die ihre Kinder noch in den Kindergarten bringen wollen, werden wieder ein böses Erwachen erleben. Denn ein kostenfreier Kindergarten bedeutet ja noch lange nicht, daß jeder auch einen Platz in diesem Kindergarten bekommen kann. Die Plätze sind gerade in St. Wolfgang auf Grund der baulichen Situation streng limitiert. Und Krabbelgruppe wird es auf Jahre hinaus sowieso nicht geben. Das Argument, das geht am Bedarf vorbei, das wollen unsere Mütter ohenhin nicht. Wir wissen noch was Traditionen sind, wir wollen die Familien stärken und all so ein bla, bla, bla …

Jetzt, wo der Kindergarten gratis ist, wird vielleicht der eine oder die andere sich eher überlegen, ob er oder sie sein oder ihr Kind in der Kindergarten bringen wird. Das erhöht den Druck auf die zu vergebenden Plätze. Was wir Eltern dagegen tun können. Nicht viel. Wir haben in St. Wolfgang ja einen Privatkindergarten, auch wenn es den meisten nicht so vorkommt. Der Kindergarten ist im Eigentum der Pfarre (der Caritas Linz) St. Wolfgang ist daher kein Gemeindekindergarten. Es ist also kaum möglich direkten Druck auf den Bürgermeister oder die Parteien auszuüben, sich stärker für den Kindergarten zu engagieren, weil sie mit gutem Grund sagen, wir sind ja gar nicht zuständig, außer über die finanziell vorgeschriebenen Zuschüße. Nur ein Gemeindekindergarten wäre eine Garantie dafür, daß sich die Gemeinde auch dafür verantwortlich fühlt.

Das höchste an Bildunsgpolitik, an Kinderkultur, das in St. Wolfgang aufgebracht wird, ist die Sanierung von Gebäuden. Doch das kann nicht alles sein. Unser Herr Bürgermeister glaubt, wenn er den Kindergarten zu sanieren hilft, hat er das Problem schon gelöst. Für uns Eltern stellt sich das anders dar. Das Problem Kindergarten geht nicht nur von der Leitung aus, sondern auch von den Vorgesetzten der Leitung. Trotz mehrmaligen Rückfragens gibt es keine Flexibilisierung in den Abläufen des Kindergartens. Die Eltern andererseits nehmen diesen Zustand hin.

Bleibt ihnen was anderes übrig?

Wohl kaum, denn wenn wir nicht zufrieden sind, heißt es nur, dann müßt ihr halt woanders hingehen. Und diese Antwort hat seine Berechtigung, denn der Kindergarten ist kein Gemeindekindergarten. Nur leider haben wir in St. Wolfgang keine Alternative zum Privatkindergarten.

Liebe Eltern!

Ich bitte euch, füllt die Bedarfserhebungsbögen sorgfälitig und mit bedacht aus. Denkt daran, je mehr Eltern den Fragebogen mit ganztags ankreuzen, desto größer wird der Handlungsdruck auf die politisch Verantwortlichen. Ich bin gespannt, wer das gratis Angebot nutzen darf und wer nicht. Unsern Herrn Bürgermeister und seine ÖVP wird das nicht kratzen (er hat keine Kinder mehr im Kindergartenalter und wenn er welche hätte, würde ihm der Kindergarten keinen Platz verweigern), denn die Bürger von St. Wolfgang werden weiter das wählen, was sie immer gewählt haben, nämlich die Mehrheitspartei, weil sie glauben, sie ist ihnen auch in Zukunft nützlich.

 In Bezug auf unsere Kinder ist sie nicht nützlich, denn diese Partei ist auch in St. Wolfgang von Männern geprägt. Doch wie sollen Männer für Kinder nützlich sein, wenn die Frauen für die Kinder zuständig sind?

Drum noch einmal der Aufruf: Frauen an die Macht, auch in der ÖVP. Frauen in den Gemeinderat, dann haben es die Männer schwerer, uns Eltern, die wir uns um die Zukunft unserer Kinder sorgen, über den Tisch zu ziehen. Im Moment wird für die Generation 40+ gearbeitet in dieser Gemeinde, an die Generation 3+ denkt kaum jemand von unseren Mandataren. Sollte ich mich irren, wäre ich für ein Gespräch zu haben.

von Raimund Bahr - veröffentlicht in: St. Wolfgangjournal
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Dienstag, 23. dezember 2008 2 23 /12 /2008 13:07

Weihnachtsfeier in der Volksschule St. Wolfgang. Alle waren da. Eine schöne Feier. Wunderbare Darbietungen und die Kinder mit Freude und Aufregung dabei. Ein Lied, das sich über das Verhältnis von Christkind und Weihnachtsmann gesungen wurde. Ein tolles Lied, kreativ und lustig.

Dennoch, wie von mir nicht anders zu erwarten, ein kleiner Zweifel: ob die Parteinahme für das Christkind nicht ein Rückzugsreflex ist? Wenn wir uns unserer Christsache so sicher sind, wenn wir glauben, daß das Christkind außer Streit steht, warum es dann verteidigen?

Warum fliegt das Christkind gerade in Österreich? Und warum muß der Weihnachtsmann weichen? Warum können sich die beiden nicht zusammentun. Warum muß der Weihnachtsmann ausgetrieben werden?

Es gibt halt Amerikaner, die glauben an was anderes. Eine saubere katholisch-christliche Vorstellung von Weihnachten mit der trauten Vorstellung eines gute, schönen und leuchtenden Christkindes gibt es nicht mehr. Die Welt hat sich globalisiert, auch die Mythen sind globaler geworden und lassen sich von Landes- oder Ortsgrenzen nicht mehr aufhalten.

Lassen wir sie zu.

Villeicht entsteht daraus ein neuer christlicher Mythos. Eine neue Christgeschichte, die mehr ist als ein religiöses Erlebnis ist, etwas, das auch für Nichtgläubige wie mich ein Gemeinschaftserlebnis beinhaltet. Wer an Christus als überirdisches Wesen nicht glaubt, wer Gott verneint, ist aus der Mythologie der Christnacht automatisch ausgeschlossen.

Na ja, Ausschließung war immer schon eine Eigenschaft monotheistischer Religionen.

Was mir gefallen hat, war der Passus mit Neid und Gier. Ja, das war ein Lied für die St. Wolfganger. Seid ein bißchen offener, seid ein wenig zurückhaltender bei euren Geldgeschäften, sonst wird der wiederkehrende Messias euch wieder aus Gottes Tempel vertreiben. Ich möchte nicht beim Jüngsten Gericht an der Stelle so mancher Wolfganger sein. Da werden einige im Fegefeuer landen.

Das Fegefeuer hat ja auch seine Reize.

Nun gut. Unsere Kinder werden früh mit bestimmten Vorstellungen konfrontiert und diese sind monopolistisch. In St. Wolfgang hat das Christkind ein Monopol errichtet und auch einige gefunden, die das Monopol mit Zähnen und Klauen und mit Hilfe unserer Schulkinder verteidigen.

Ich finde Monopole nicht gut. Die Schule hat aus meiner Sicht die Aufgabe eine weltoffene Haltung allen Religionen und religiösen Mythologien zu vermitteln. Das heißt aber den religiösen und mythologischen Mitbewerber zuzulassen und als gleichwertig gelten zu lassen, seine Bedeutungen zu erklären. Brauchtum hin oder her. Es ist gut die eigene Bräuche zu kennen, aber ablehnen sollte ich nur, was ich verstanden habe. Der Weihnachtsmann hat eine ganz andere Tradition. Wir sollten sie uns aneignen, damit wir wissen, was die anderen feiern, um ihnen in der Feier ihrer Traditionen begegnen zu können.

von Raimund Bahr - veröffentlicht in: St. Wolfgangjournal
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