Änderungen

Ich bitte alle meine treuen leserinnen und leser um Verständnis dafür daß mein blog umbenannt werden mußte. Mein premiumaccount lief aus und ich habe es übersehen. Der bisherige name hadesblog.com war nicht mehr verfügbar daher kam es zur Änderung.
Ich danke für euer verständnis.

Politikjournal

Freitag, 29. mai 2009 5 29 /05 /2009 10:53
Habe mir gerade die Wahlergebnisse der hochschülershcaftswahlen angesehen. Das sind keine schönen zahlen. Die grünen halten zwar ihren mandatsstand österreichweit. einzelunis steigen aber nicht so gut aus. Nehmen wir nur linz:2007 13,4%, 2009 8,6%. Das werden sich die mandatare in linz nicht freuen. Schließlich zählen die studenten und studentinnen zu den kernwählern und wählerinen der grünen. Na ja der erosionsprozeß bei der ökopartei geht weiter. Funktionäre hört die signale ...
Dazu ein link: http://fm4.orf.at/stories/1603744/

von Raimund Bahr - Community: Linke Literatur & Toleranz - veröffentlicht in: Politikjournal
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Dienstag, 26. mai 2009 2 26 /05 /2009 07:00

Die kernschmelze bei den grünwählern resultiert aus einer einfachen erkenntnisverweigerung der von ihnen gewählten partei.

Die grüne partei und die ihnen nahestehenden organisationen verweigern die erkenntnis daß der mensch kein natur- sondern ein kulturwesen ist. Diese erkenntnisverweigerung führt dazu daß ihre politischen ziele und ihr politischer widerstand darauf ausgerichtet sind den menschen wieder in seine natürliche umgebung zurückzuführen. In einklang mit der natur zu bringen. Sie wollen ihn zurückführen an einen ort wo der mensch nie gewesen ist: in die natur. Sie wollen ihn in harmonie mit der natur bringen. Ihn mit seinen ursprüngen versöhnen.

Dieser versuch muß scheitern.

Der mensch kann nicht rückgeführt werden.

Daran sind schon die romantiker gescheitert.

Der mensch ist als wesen dazu verdammt sich die natur anzueignen. Das bedeutet daß er die welt wie er sie vorfindet künstlerisch bearbeiten muß. Der Spruch: Was nicht paßt muß passend gemacht werden trifft den kern des menschlichen handelns präzise.

Der mensch ist ein kulturwesen. Ein technologisches Wesen. Erst in zweiter linie ist er eine biologische einheit mit ökonomischen interessen.

Wäre es anders wären auschwitz und hiroshima gar nicht möglich gewesen und kriege grundsätzlich undenkbar. Wenn nämlich die biologische und ökonomische Präsenz des menschen vorrang vor seiner technologischen und künstlersichen hätte würde er ja nicht immer wieder millionenfach menschen töten. Die vernichtung von ressourcen, infrastrukturen, konsumenten macht ja ökonomisch gar keinen sinn.

Solange die grünen den menschen als homo öconomicus oder öcologicus betrachten werden sie zu den falschen politischen schlüssen kommen und an den bedürfnissen der menschen vorbei agieren. Folge davon wird sein daß sich die intellektuelle mittelschicht von den grünen verabschieden wird (falls sie das nicht längst getan hat). Gerade diese klientel ist von einer absolut künstlichen welt umgeben. Solange sie die sehnsucht der grünen romantiker nach der unberührten natur teilten ging alles gut. Wachstumsraten bei wahlen waren gesichert. Langsam aber dämmert den menschen daß die rettung der natur alleine zu wenig für die rettung des menschen sein wird.

Die grünen werden sich einer offenen debatte stellen müssen in der die kategorien technologie ökonomie und ökologie gleichrangig nebeneinander stehen. Nur wer zur kenntnis nimmt daß die technologie die ökonomie vor sich hertreibt und so die ökologischen verhältnisse auf dem planeten zerstört wird zu geeigneten politischen lösungen kommen um die menschen vor dem untergang zu retten.

So sie dies überhaupt wollen.

von Raimund Bahr - Community: Linke Literatur & Toleranz - veröffentlicht in: Politikjournal
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Montag, 25. mai 2009 1 25 /05 /2009 07:00

Ein regionalpolitiker der christlich-sozialen zeigt das ganze ausmaß der gesellschaftlichen tragödie, die sich derzeit um den arbeitsbegriff abspielt.

Das zitat lautet:

„Arbeit ist für die Menschen Sinn und Inhalt zugleich, deshalb werden wir alles tun, um bis zum Jahresende so viele Arbeitsplätze wie möglich zu schaffen und zu erhalten."

Dieser politiker zeigt nur daß er nichts aus der geschichte gelernt hat. Zu allererst einmal zum begriff der arbeit. Er spricht zwar von arbeit im allgemeinen gemeint ist aber lohnarbeit. Er meint also lohnarbeit ist sinn und inhalt für den menschen.

Und dann: wer ist dieser mensch dessen sinn und inhalt die lohnarbeit ist? Meint der politiker alle menschen oder eben nur die lohnarbeiter? Für selbstständige freinberufler unternehmer und politiker kann nämlich lohnarbeit gar nicht sinn und inhalt sein. Weitergefragt: sind das dann überhaupt menschen? Freiberufler, unternehmer und politiker besetzen schließlich keinen arbeitsplatz sondern besitzen ihn.

Wie dieser politiker bin ich auch geneigt die begriffe arbeit mensch und sinn gemeinsam zu denken. Doch anders als er es tut. Es ist mir zwar einsichtig daß ein politiker der ja einen staatlich organisierten arbeitsplatz einnimmt nicht in der lage ist lohn und arbeit nicht zu trennen. Aber daraus leitet sich nicht automatisch eine naturgesetzlichkeit her in der arbeit an lohn wie ein gefangener an seine eienkugel gekettet ist.

Es ist durchaus möglich eine gesellschaft zu denken in der lohn und arbeit nichts miteinander gemein haben. Arbeit also als eine tätigkeit verstanden wird die der sicherung der überlebens ohne lohnerwerb dient. Es ist durchaus eine gesellschaft denkbar in der menschen arbeiten ohne entlohnt zu werden und dennoch nicht verhungern und erfrieren.

Ein fundamentales problem unserer derzeitigen waren- und dienstleistungsgesellschaft ist daß sich zwar die kapitalströme von der geleisteten arbeit entkoppelt haben nicht aber die arbeit von den löhnen die aus den kapitalströmen bezahlt werden. Die Einkommen der arbeiter bleiben fest an die von ihnen erbrachte leistung gebunden und ketten so die arbeiter an die kugeln die sie schon losgeworden zu sein schienen. In der krise von heute zeigt sich daß die ketten nur besser und effizienter geschmiedet sind als früher. Die abhängigkeit der arbeiter von den produktions- und konsumkreisläufen in denen sie arbeiten ist größer als je zuvor.

Kein konsum keine arbeit.

Keine arbeit wenig konsum.

Was ist die lösung für das problem?

Wir müssen die arbeitsleistung vom lohn abkoppeln und jeden mensch an den geldströmen die derzeit wie reißende bäche an ihnen vorbesiströmen beteiligen. Unabhängig davon ob der mensch arbeit hat oder nicht.

Nur so kann die losung des lokalpolitikers wirklichkeit werden. Nur dann kann arbeit tatsächlich sinn und inhalt der menschen zugleich sein. Denn nur dann entfremdet der lohn nicht den sinn und den inhalt den sich menschen in ihrer arbeit suchen können ohne an den lohn das einkommen das auskommen denken zu müssen den sie damit erwirtschaften müssen.

Dann wären sie nämlich in der gleichen position wie unser lokalpolitiker. Denn dessen sinn und inhalt ist tatsächlich seine arbeit. Doch im gegensatz zum arbeiter muß dieser nicht über die writschaftlichkeit seiner arbeit nachdenken weil er eben seinen lohn nicht für geleistete produktion erhält. Politik ist nämlich keine dienstleistung entspringt keinem produktionsprozeß und entzieht sich so jeder lohnbewertung. Politikerentlohnung ist immer willkürlich. Und es ist daher nur folgerichtig daß das gehaltsschema von politikern von diesen selbst gemacht wird. Auch wenn wir alle ihr gehalt bezahlen.

Stellen sie sich eine gesellschaft vor in der ein arbeiter wie ein politiker selbst bestimmen könnte was er verdient.

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Freitag, 22. mai 2009 5 22 /05 /2009 21:41

Ich glaube, wenn einer einmal erkannt hat daß die welt beschissen ist bleibt ihm gar nichts anderes übrig als herauszufinden was sie beschissen macht und dann gegen das was er herausgefunden hat vorzugehen.
Nicht weil es unmoralisch wäre nichts zu tun sondern weil das leben ansonsten jeden sinn verlieren würde und nichts als ein beschissenes gefühl der leere zurückbleiben würde.

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Freitag, 20. märz 2009 5 20 /03 /2009 08:18

Am 28. märz findet eine demonstration zum thema „wir zahlen nicht für eure krise“ statt. Demonstrationen für die richtigen sachen sind gut und wichtig. Nicht für die krisen der bankmanger zu bezahlen die schon wieder beginnen lobreden auf schulden machen auf wachstum halten ist notwendig. Doch ihre wirksamkeit ist begrenzt.

Ich habe in den achtziger jahren an allen möglichen demonstrationen teilgenommen.

Sozialabbaudemonstrationen: ergebnis davon ist: die kluft zwischen arm und reich ist größer als vor zwanzig jahren.

Friedensdemonstrationen: ergebnis: die welt ist heute in mehr international geführte konflikte verstrickt als vor zwanzig jahren und es gibt mehr atommächte als je zuvor. die bedrohung ist gestiegen.

Studentendemonstrationen: ergebnis: die bildungsmisere hat in einem unglaublichen ausmaß zugenommen.Disaströse studienbedingungen.

 

Zwei aktionen jedoch waren erfolgreich: zwentendorf und hainburg. Zwentendorf wurde nicht egbaut und das war gut so. Hainburg wurde nicht gebaut und das war auch gut und zwar aus demokratiepolitischen gründen.

Umgelegt auf die krise und unsere wut auf die die sie verbockt ahben unseren willen nicht zu zahlen bedeutet das: nur wer nicht zahlt wird nicht dafür bezahlen.

Nur ein radikaler zahlungsstreik verhindert daß wir für eine krise bezahlen die wir nur indirekt durch unseren konsumwahn mitverursacht haben.

Möglichst viele menschen müßten möglichst wenig konsumieren und möglichst wenig rechnungen bezahlen. Denn eines ist doch klar.

Wir bezahlen jeden tag mit jeder transaktion für diese krise mit jedem steuereuro den wir beim finanzamt abliefren. Demonstrationen sind schön und gut jedoch nur konkrete taten können verhindern daß wir für diese finanzkrise zur kasse gebeten werden.

Nur ein radikales umdenken in bezug auf unser geldsystem wird verhindern daß wir auch in zukunft für die künftig entstehenden krisen des kapitalismus bezahlen müssen. Und das diese krisen kommen werden bezweifelt kaum ein wirtschaftstheoretiker.

 

Doch eines ist mir auch klar. Kaum eine partei, kaum eine gruppierung wird sich für die organisierung eines zahlungsstreiks stark machen. Dies bedeutet nämlich schon wie zu zeiten von hainburg am rande der legalität entlangzuspazieren. Und wer will schon kriminell sein?

 

Also spart euch eure demos und bezahlt weiter eure krisensteuern. Geht einkaufen und bewältigt die krise. Ein sturz des finanzsystems ist auf grund der politischen verhältnisse in unserer demokratie unvorstellbar. Zwingt eure gemeinden dazu eine andere geldpolitik zu verfolgen. Das ist die zukunft. Neu geldkreisläufe. Verantwortung für ökonomische verhältnisse übernehmen.

Was wir beim mülltrennen beweisen sollten wir auch für unser sauer verdientes geld beweisen. Wir sind gewillt einen beitrag zum ökonomischen nicht nur zum ökonomischen überleben unserer gesellschaft beizutragen. Umweltschutz ist nur erfolgreich wenn er von radikalen umverteilungsmaßnahmen im ökonomischen system begleitet wird.

von Raimund Bahr - veröffentlicht in: Politikjournal
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